Danke an alle Konzertbesucher

Das Gitarrenkonzert am 7. März war sehr gut besucht – es kamen diesmal anders als beim Konzert 2009 aber alle Besucher auf Sitzplätzen unter. Für die Spieler des Gitarrenorchesters und die Solisten ist es immer wieder schön in der Kirche auf der Diezenhalde mit der ausgezeichneten Akustik zu spielen. Hier kann man mit der Gitarre auch mal wirklich Piano spielen. Leider gibt es in Böblingen keinen anderen Raum, der nur annähernd so gut für Kammerkonzerte geeignet wäre. Vielen Dank an die Kirchengemeinde.

Das Programm:

  • Pavane pour une Infante Defunte  – Maurice Ravel (Gitarrenorchester)
  • Pavane o. 50 und Sicilienne op 80  – Gabriel Urbain Fauré – (Gitarrenquartett)
  • Sonate a-Moll für Oboe und Basso Continuo – Georg Philipp Telemann (Gitarrenorchester, Solist. Martin Boscheinen, Oboe)

Stuttgarter Gitarrenduo – Julia Hechler, Christian Zielinski

  • Aus „Französische Suite Nr. 5“  – Johann Sebastian Bach
    – Allemande
    – Courante
  • Aus „Die wohltemperierten Gitarren“ – Prelude und Fuge in E-Dur – Mario Castelnuovo-Tedesco
  • Sonaten: K. 382, K.263, K. 162 – Domenico Scarlatti
  • Per Suonore a due – Prolog, Scherzo di bravura, Grand pas de deux -Leo Brouwer
  • El amor brujo – Manuel De Falla
    – Introduction
    – El apericido – Danza del Terror
    – El circulo magico
    – Pantomoma
    – Danza ritual del fuego

Die Stücke von Ravel und Fauré sind schöne Beispiele für das Gitarre-Ensemble Spiel und die Beschäftigung des Gitarrenorchesters mit der französischen Musik des frühen 20. Jahrhunderts.

Bei Konzert a-Moll von Telemann wird der Basso Continuo vom Gitarrenorchester mit Oktav- und Bassgitarre ergänzt. Man erhält damit ein Klangbild wie es in der Barockzeit in Italien mit mehreren Zupfinstrumenten (Lauten und Theorben) durchaus üblich war. Da konnte auch unser Gast Oboist Martin Boscheinen glänzen. Leider wurde die Praxis des Basso Continuo mit Zupfinstrumenten (wohl ähnlich wie heute aus Kostengründen) aufgegeben. In den letzten Jahren greift man aber wieder die historische Aufführungspraxis und man kann Opern von Monteverdi oder Händel mit großen Lauten- und Theorben Gruppen hören, die ein wesentlich interessanteres Klangbild als ein Cembalo ergeben.

Das viele Stücke für Cembalo auf der Gitarre gut gespielt besser klingen zeigte das Stuttgarter Gitarrenduo mit den eigenen Bearbeitungen der Scarlatti Sonaten. Allerdings wird es wohl wenige Duos in Deutschland geben, die diese Stücke auf solch hohem musikalischem Niveau spielen können.  Ähnliches gilt auch für die Eigentransktiption von Falla’s El Amor Brujo.

Die Auswahl der Stücke des Stuttgarter Gitarrenduos bot einige angenehme Überraschungen z.B. die schönen Stücke aus „Die wohltemperierten Gitarren“ waren eine Entdeckung. Mit viel  musikalischem Geschmack hat das Stuttgarter Gitarrenduo sein Programm ausgewählt und den üblichen Fehler der Gitarristen vermieden, immer wieder die altbekannten Stücke zu spielen.

Mit diesem Konzert verabschiedete sich das Stuttgarter Gitarrenduo für die nächsten 6 Monate aus Böblingen um in Parma zu studieren. Auf die Rückkehr kann man gespannt sein.

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