Vortragstechnik für Gitarristen – Laut und Leise

Erfreulicherwiese nutzen heute auch die Gitarristen die Dynamik beim Vortrag. Es ist überraschend wieviel Dynamik man aus einer guten Gitarre herausholen kann.  Allerdings wird es problematisch wenn man in gut besetzten Sälen mit schlechter Akustik zu sehr Piano spielt. Das  Problem zeigt sich u.a. daran, dass die hinteren Plätze bei Piano Stellen zunehmend unruhig werden. Ich habe auch schon erlebt, dass ältere Konzertbesucher, die nicht mehr ganz so gut hören, das Konzert verlassen, weil sie nichts mehr hören können.   Ideal ist es, wenn man einen erfahrenen Zuhörer in den hinteren Reihen hat, der dem Vortragenden akustische Proleme anzeigen kann. Leider kann man die Akustik bei leerem Saal nicht gut ausprobieren, da die Zuschauer den Klang stark dämpfen. Besonders kritisch sind lange Säle  bei denen alle Zuhörer auf der gleichen Ebene sitzen. Oft haben auch Kirchen bei voller Besetzung eine veränderte Akustik. Die Zuhörer  verursachen auch ohne Grippewelle ein Grundrauschen im Saal. Nicht jeder Solist hat so viel Bühnenautorität, dass er einen Konzertsaal so zur Ruhe bringt wie es Andres Segovia in seinen guten Zeiten geschafft hat.  Das Grundrauschen ist in der Regel stärker, wenn man für ein Publikum spielt, das mit Gitarrenmusik nicht vertraut ist. Speziell beim ersten Stück sollte man nicht zu leise spielen. Hat sich das Publikum erst an den Klang der Gitarre gewöhnt wird es meist von alleine leiser.

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