Das Hampshire Guitar Orchestra mit Alto, Prim, Tenor und Bass Gitarren

Beim typischen Gitarrenorchester  oder Gitarrenquartett spielen meist alle Spieler auf dem gleichen Instrument. Ein Starensemble wie z.B. das Los Angeles Guitar Quartett kann damit einen äußerst interessanten Klang erzeugen. Trotzdem bleibt der Klang begrenzt, da alle Instrumente den gleichen Tonumfang und die gleiche Tonqualität haben. Manchmal werden die Standardgitarren durch Sopran(1 Oktave höher) – und Bassgitarre (eine Oktave tiefer) oder Kontrabass ergänzt. Dabei haben sowohl Sopran- als auch Bassgitarren erhebliche klangliche Nachteile.

Südamerikanische Ensembles spielen häufig mit Requinto (eine Quart höher gestimmt) und einer dicken Bassgitarre, um einen größeren Tonumfang  zu erreichen.

Bei einem Streichorchester  werden dagegen vier verschiedene Instrumente – Violine, Bratsche, Cello und Bass – eingesetzt. Damit erhält man unterschiedliche Klangfarben und Klangqualitäten.

Das Hampshire Guitar Orchestra (hago)  (Klangbeispiel) spielt mit vier verschiedenen Gitarrentypen Alto- (Violine), Prim- (Bratsche), Bass- (Cello) und Contragitarre (Kontrabass) und erhält damit ein breiteres Spektrum and Klangfarben. Mit einem speziellen Tornavoz wird der Klang von Bass und Kontrabass in der Tiefe verbessert.

Die tiefen Gitarren klingen meist sehr flach weil der Korpus für die Tonhöhe zu klein ist. Ein echter Kontrabass ist ja viel größer als der Korpus der Bassgitarre. Schon früher haben Gitarrenbauer durch Einbau eines Trichters in die Gitarre versucht, die tiefen Töne der Gitarre zu verstärken. Die sogenannte Helmholtz Frequenz (Eigenresonanz), die bei einer Standardgitarre etwa bei G liegt, kann man mit dem Einbau eines offenen Zylinders aus Plastikfolie erniedrigen und damit die tiefen Töne der Gitarre verbessern. Das kann man mit geringem Aufwand und ohne Beschädigung an der eigenen Gitarre mal ausprobieren oder sich in Hörbeispielen mal anhören. Dazu braucht man nicht einmal die Saiten entfernen!

Will man als Gitarrenquartett oder Orchester den Sound mal ausprobieren, so kann man für den Alto eine Standard Gitarre mit Kapo im 2. Bund und Terzgitarrensaiten und für den Bass (Tenor) eine möglichst dunkel klingende Standardgitarre und möglichst Tornavoz einsetzen. Man versetzt die normalen Gitarrensaiten einfach um eine Position h -> e , g ->h  usw und braucht dann nur eine tiefe H Saite extra. Dafür kann man z.B. eine A-Saite einer Kontrabass Gitarre verwenden. Spezielle Saiten kann man sich auch z.B. bei der Lenzner Saitenmanufaktur anfertigen lassen.

Natürlich muss man bei der hago Stimmung die Noten für die verschiedenen Stimmen transponieren. Das ist aber sicher kein Problem wenn die Noten sowieso mit dem Computer z.B. mit Finale erstellt wurden. Beim hago kann man auch Noten für diese spezielle Orchesterstimmung beziehen (zwei Stücke gibt’s umsonst!). Der Ansatz des New Hampshire Guitar Orchestras ist sicher interessant. Bevor man das mit dem ganzen Gitarrenorchester macht, kann man das ja in einem Quartett mal ausprobieren.

Hampshire Guitar Orchestra Klangbeispiele: Danza Cubana Exbury Gardens

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