Geiger/Gitarristen in den Hoforchestern der Romantik

Paganini war wohl der bekannteste Geiger, der auch Gitarre spielte. Seine Große Sonate für Gitarre mit Begleitung einer Geige (Romanze) ist auch heute noch ein Prüfstein für moderne Gitarristen. Paganini wurde auf seinen Reisen meist von einem Gitarristen begleitet, der bei den damals üblichen vielen Zwischenstopps Paganini auf seinen Konzerten begleitete. Gute und gut gestimmte Klaviere gab es damals noch eher selten. Auch Carl Maria von Weber spielte Gitarre und hat viel Kammermusik mit Gitarre geschrieben. Moderne Orchester kommen heute in Schwierigkeiten wenn in seiner Bühnenmusik zu Donna Diana zwei Gitarren im Duo spielen sollen.  (Bearbeitung für Gitarre Solo  in Japan gespielt )

Die Hofkapelle des Fürsten Conradin von Hohenzollern-Hechingen hätte mit der Besetzung des Donna Diana Duetts kein Probleme gehabt. Drei der Violinisten Anton, Hermann und Michael Lorch spielten zusätzlich auch Gitarre und werden auf der Besoldungsliste von 1830 auch als Gitarristen geführt.Die Musiker verdienten dabei wohl recht ordentlich. Das Grabmal des Oboisten Ludwig Jägerhuber des fürstlichen Orchesters auf dem Hechinger Friedhof zeugt von einigem Wohlstand.

Der Cellist Jakob Oswald, ist zwar nicht als Gitarrist aufgeführt. Er spielte aber offensichtlich so gut, dass er in Stuttgart am 31. März 1829 in Stuttgart in Giuliani’s Konzert für Violine und Gitarre auftreten konnte. Auch Franz Schubert und sein Freund Vincenz Schuster (Cello, Gitarre, Arpeggione), für den er die Arpeggione Sonate komponierte, spielten sehr gut Gitarre.

Der Violinist Franz Fiala in der Hofkapelle von Domaueschingen bittet 1812 sogar um eine Gehaltszulage, da er jetzt neben der Violine auch Gitarre spielen könnte. Später Hat Franz Fiala sogar eine Klaviergitarre erfunden. Die Saiten wurden dabei nicht mit den Fingern sondern über eine kleine Klaviermechanik angeschlagen.

Die Gitarre wurde in der Romatik vor allem in der Kammermusik eingesetzt, die am Hof in Hechingen zweimal in der Woche angesetzt war. Man konnte damals ja kein Radio oder einen MP3 Player einschalten. Wenn man Musik wollte musste man sie schon selbst machen.

In der Romantik wurde auf kleineren Gitarren, Italienisches oder Wiener Modell, gespielt, die aber ein sehr großes Klangvolumen hatten und mit der Begeisterung für Alte Musik jetzt auch wieder gespielt werden. Beispiel: Romantische Gitarre von Staufer 

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