Kopieren von Noten – selten erlaubt

Die Rechtskommission des Deutschen Bibliotheksverbandes hat ein Merkblatt zum Kopieren von Noten für den persönlichen Gebrauch und öffentlichen Aufführungen herausgegeben. Den meisten Musikern ist bekannt, dass Noten von Komponisten, die schon über 70 Jahre tot sind, kopiert werden und auch öffentlich aufgeführt werden dürfen.  Weniger bekannt ist, dass auch Noten von längst verstorbenen Komponisten, die innerhalb der letzten 25 Jahre als wissenschaftliche Neuausgabe oder als Erstausgabe eines nachgelassenen Werkes erschienen sind, nicht kopiert werden dürfen.

Besonders ärgerlich ist es, wenn Verlage alte Noten einfach einscannen und mit geringen Änderungen und einem „wissenschaftlichen“ Vorwort als Neuausgabe deklarieren und im Impressum das Kopieren verbieten. Meist kann man sich in solchen Fällen einfach das Original in Internet Archiven besorgen. Manche Archive lassen aber die Suche von Google nicht zu. Man sollte also zuerst nach Archiven im Web suchen und dann nach einzelnen Titeln.

Leider führt diese Regelung und die hohem GEMA Gebühren dazu, dass moderne Musik (oft älter als 100 Jahre) aus wirtschaftlichen Gründen nicht aufgeführt wird.  Die Komponisten und Verlage schaden sich damit wohl selbst.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s