Archiv der Kategorie: Veranstaltungen

Gitarrenorchester Böblingen spielt am 30.6.2017 in Holzgerlingen

GitarrenMusik überwindet Grenzen

Das Gitarrenorchester des ZOB Böblingen spielt am Freitag, 30.6.2017 um 20 Uhr In der Burg Kalteneck in Holzgerlingen . Mit Werken, die u.a. beim Gemeinschaftskonzert im Elsass gespielt wurden.

Karten kosten im Vorverkauf 13,-€
Ermäßigt 11,-€
Abendkasse 15,-€
Vorverkaufsstellen:
Rathaus, Information, Böblinger Str. 5-7,  71088 HolzgerlingenTelefon 07031 / 68 08 – 0

„buch plus“
Tübinger Str. 6, 71088 Holzgerlingen Telefon 07031 / 6 89 96

Telefonische Kartenreservierungen sind nur möglich, wenn die Karten spätestens drei Tage vor Veranstaltungsbeginn abgeholt werden.

 

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Gitarren und Mandolinen Konzert im Elsass – ZOBB Böblingen und SMIG Illkirch

SMIG d’Illkirch

Am 30.4.2017   konzertieren  die SMIG – Société de Mandolinistes et Guitaristes d’Illkirch Graffenstaden und das Gitarrenorchester des ZOBB Böblingen im Kurort Niederbronn les Bains. Das Konzert findet in der Église protestante de Niederbronn um 17:00 statt. Niederbronn liegt am Rand der Nordvogesen und ist etwa zwei Stunden Autofahrt von Böblingen/Stuttgart entfernt. Die SMIG d’Illkirch spielt in der traditionellen Besetzung mit Mandolinen und Gitarren während das Gitarrenorchester Stücke in der Besetzung Gitarre Solo, Duo, Quartett und Ensemble spielt u.a. Stücke von Händel, Sor, Albeniz, Dvorak, Albeniz und Machado.

Der Besuch des Konzerts läßt sich gut mit einem Ausflug ins nördliche Elsass kombinieren. Eines meiner elsässischen Lieblingsresturants, Le Boeuf in Soufflenheim,  liegt an der Strecke. Auch in und um Niederbronn gibt es gute elsässische Restaurants. Wer Kalorien scheut, kann auch wandern oder „Wellness“ im Kurort Niederbronn machen.

So klingt ein großes französisches Mandolinenorchester

Konzert des L’Orchestre Regional de Mandoline Midi-Pyrénées

 

Xerxes mit Lauten und Barockgitarre an der Oper Frankfurt

An der Oper Frankfurt hatte die Händel Oper Xerxes am 8. Januar, 2017 Premiere und steht jetzt auf dem Spielplan. Das Orchester spielt mit einer „Rhythmus“ Gruppe mit Lauten und Barockgitarre. Dadurch erhält man ein authentisches Klangbild und viel historischen „Drive“. Aufführungen mit konventioneller Besetzung wirken dagegen langweilig. Die Oper Frankfurt kombiniert die historische Musik mit einer modernen Aufführung. Sehenswert!

Ich habe in der Tradition der Gitarristen (Gitarre und Oper) den Ohrwurm der Oper Xerxes „Ombra mai fu“ für Gitarre Solo Ombra mai fu – Gitarre Solo und für Gitarre Duo Ombra mai fu – Gitarre Duo gesetzt. Xerxes war offenbar der erste „Grüne“ auf dem Thron. Er ließ die wunderbare Platane, die in der Aria besungen wird, mit Gold behängen und von Soldaten bewachen. Nachdem ein Sturm seine gerade fertiggestellten Brücken über die Dardanellen zerstörte, ließ er das Meer auspeitschen und die leitenden Ingenieure des Brückenbaus köpfen. Darüber gibt es aber leider keine Arie.

Duo Kowalska/Berula  (Tschechien) Barockgitarre und Theorbe  Canarios (YouTube)

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Schloss mit Barocktheater

Eine Reise wert ist das vollständig erhaltene Barocktheater in Cesky Krumlov (das scheinen aber nur die Japaner zu wissen). Da kann man noch die vollständig erhaltene barocke Theater-Maschinerie in Aktion sehen. Historische Aufführungen gibt es da aber nur selten im Sommer:  Schloßtheater in Český Krumlov

Konzert des Gitarrenensembles Böblingen (ZOBB) am 13.3. und 16.4.2016

Das Gitarrenensemble des Zupforchesters Böblingen e.V. gibt am Sonntag dem 13.3.2016 um 17:00 ein Konzert in der Paul Gerhardt Kirche in Böblingen. „Roots“ – von Europa (Mozart) zu Musik aus Süd- (Barios, Villa-Lobos, Piazolla …) und Nordamerika (Gershwin …).

Das Konzert wird am Samstag, dem 16. April in der Michaelskirche in Stuttgart Degerloch, Reginenstraße 38  wiederholt.

Ref: Bericht in der Kreiszeitung Böblingen

 

Fingerstyle Gitarre Konzert von Eric Lugosch in Böblingen am 12.Dezember, 2015

26012007249Der Fingerstyle-Gitarrist ERIC LUGOSCH aus Chicago gibt ein Konzert am Samstag, 12.Dezember, 20.30 Uhr im AWO-Haus, E. Bolz-Str.1, Böblingen. Hier kann man einen Meister der Fingerstyle Gitarre hautnah erleben. Weitere Informationen AWO BB

Hörbeispiele bei you tube:
Cajun cook :  https://www.youtube.com/watch?v=qpYkvX09HeY
Standing on the outside: https://www.youtube.com/watch?v=UsGL7mXdQgY

TTIP und musikalische Aufführungsrechte

Space OddityViele Musiker wundern sich, warum die USA in der Pop Musik so dominant sind. Dies liegt zum Teil an der unterschiedlichen Handhabung von Aufführungsrechten, die u.a. Teil der TTIP Verhandlungen zwischen USA und EU sind. In USA müssen Künstler bei LIFE Konzerten keine Abgaben an Komponisten zahlen. Damit können sich in USA viele musikalische Talente wenistens einen Teil ihres Lebensunterhalts verdienen und es kann sich eine Musikszene in Bars und Lokalen entwickeln. Das kann man im Urlaub in USA erleben während es in Deutschland nur noch selten Life Musik gibt.  In Deutschland verhindern die komplizierten Auflagen der GEMA sowohl das LIFE Musizieren von Künstlern und Laien. Da läßt man es lieber bleiben öffentlich aufzutreten.

In USA bezahlen Radiostationen für das Abspielen von Werken nur an die Komponisten. Die Musiker können damit bekannte Songs interpretieren und auch Remixes anfertigen. In USA ist man der Ansicht, dass mit dem Abspielen von Werken eigentlich kostenlose Werbung für die Musiker gemacht wird. Das alles macht das Leben der aktiven Musiker in USA wesentlich einfacher und erlaubt es ihnen eher ihren Lebensunterhalt mit Musik zu verdienen.

Es ist im Moment völlig offen wie diese grundsätzlich verschiedenen Rechtsauffassungen im TTIP Vertrag gelöst werden können. Sehr wahrscheinlich läßt man das offen da der Vertrag hauptsächlich für die Großindustrie gemacht wird. Die paar Millionen $, die mit Rechten bei der LIFE Aufführung von Musik gemacht werden können, interessieren außer den betroffenen Musiker wohl niemand.

Konzert Kritik: Katona Twins in Bebenhausen

Katona Twins DiskDas Konzert fand im Sommerrefektorium des Klosters Bebenhausen – ein etwa 240 qm goßer Raum mit einer hohen gotischen Spitzbogendecke, in den etwa 350 Zuschauer passen. Man sollte eigentlich erwarten, daß da zwei Gitarren ein Problem haben, diesen Raum zu füllen. Die erste Überraschung war, dass die Katona Twins, den Raum mit ihren relativ kleinen Gitarren locker füllen konnten. Man hatte den Eindruck, dass ein Verstärker eingeschaltet war. Die Katona Twins spielten auf zwei „Smallman Type“ Gitarren, mit denen sowohl langsame Melodien, laute und leise Stellen, Tonvariationen und perkussive Elemente fast mühelos mit stupender Technik präsentiert wurden. Das Duo spielte wie die Gitarristen der Romantik im Stehen, sodaß man selbst in den hinteren Sitzreihen die Gitarristen gut sehen und vor allem sehr gut hören konnte.

Das Programm mit spätromantischer spanischer Musik von Manuel de Falla, Isaac Albeniz, Joaquin Rodrigo und Enrique Granados war ideal für einen schönen Sommerabend in romantischer Umgebung. Leider war es sehr kalt (die Winterreise hätte als Motto auch gepaßt!). Das merkte man auch beim ersten Stück, bei dem sich das Duo erst einmal warm spielen musste. Ab dann aber hatte das Publikum tatsächlich das Gefühl in Spanien zu sein. Ich habe in letzter Zeit kein Duo gehört, dass diese Musik so überzeugend und lebendig spielte. Technische Probleme scheint es für das Duo nicht zu geben, sodaß sie sich voll auf die Musik konzentrieren können.

Zwischen die spanischen Stücke wurde die Chaconne G-Dur HWV 435 von Georg Friedrich Händel gespielt, wohl eine Reverenz an den Musikgeschmack der typischen „Weisskopfadler“ Zuhörer. Das Stück wurde in einer eigenen Bearbeitung mit stupender Technik gespielt aber in einem veralteten „romantischen“ Stil. Das wird heute mit historischer Aufführungspraxis anders gestaltet. Hier hätte man sich auch Gitarren mit einem helleren, klaren Ton gewünscht. Das Klangbild war eher „Gitarrenorgel“.  Hier hätten im Programm einige alte spanische Gitarrenstücke besser gepasst, um die Nähe und die Herkunft der romantischen Stücke zu verdeutlichen.

Als „Rausschmeißer“ spielten die Katona Twins die Tango Suite von Astor Piazolla – tänzerisch und hinreißend. Frenetischer Applaus und zwei schöne Zugaben als Abschluss eines überragenden Konzerts.

PS Es lohnt sich gute handgemachte Musik als Abwechslung zu den akustischen Niederungen von Youtube auf dem Handy und der Künste der CD Toningenieure zu hören.

YouTube: Katona Twins – Scarlatti mit Orchester
Die Altmeister: Duo Julian Bream & John Williams